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| Persönliche Stories: Steffie | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hallo, ich bin Steffie (29) aus Leverkusen. Bei mir ist kürzlich ein MKP festgestellt worden. Es begann alles so um das 10. Lebensjahr. Eines Abends bekam ich furchtbares Herzrasen, mit Stolpern und entsetzlichen Angstzuständen. Dazu kam noch Atemnot, die so schlimm war, daß ich die Fenster aufriß, um nach Luft zu schnappen. Ich hatte wirklich das Gefühl, ich müßte sterben. Voller Panik sind meine Eltern natürlich mit mir ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde aber nichts organisches festgestellt; allenfalls wurde gesagt, das ganze sei mit Sicherheit psychisch bedingt. Ab diesem Zeitpunkt begann eigentlich meine ganze Geschichte mit scheinbar keinem Ausweg. Die Beschwerden wurden immer schlimmer. Ich wurde dann zu einem Schulpsychologen geschickt, der mich so richtig auf den Kopf stellte aber auch nicht wirklich irgend etwas handfestes feststellte. Die Attacken in dieser Form ließen dann später nach und alles schien relativ normal zu verlaufen. Ich redetet mir immer ein, daß ich nichts habe und ich keine Angst haben muß. Ab ca. 20 fingen dann relativ starke Kreislaufprobleme an. Ich wurde nach und nach immer leistungsunfähiger und auch deprimierter. Schlimm war, daß ich förmlich von Müdigkeit überfallen wurde. Ich habe immer seltener etwas unternommen oder mich sportlich betätigt. Außerdem traten dann auch wieder die Herzprobleme auf. Ab diesem Zeitpunkt begannen dann meine "Ärztetourneen". Internist, Neurologe, HNO, Orthopäde, Kardiologe dann wieder Internist... etc. Es wurde nichts stichhaltiges gefunden. Sogar der Kardiologe fand nichts und sagte mir, das könnte ein Vitamin-Mangel sein. Ich schleppte mich also weiter durch's Leben. Mit ca. 24 ging es dann wieder los mit Panikattacken. Das Einkaufen fiel mir schwer, großen Menschenmassen ging ich aus dem Weg. Ich hatte eigentlich vor allem Angst, was für andere total banal war. Ich zog mich total in mein Schneckenhaus zurück, und die Depressionen wurden auch schlimmer. Irgendwann habe ich eingesehen, daß das so nicht weitergehen konnte. Ich habe dann zwei Psychotherapien gemacht. Die haben mir zwar geholfen, doch alles andere blieb. Als dann später noch andere Beschwerden hinzukamen und ich total verzweifelt war, beschloß ich, meinen Hausarzt zu wechseln, der dann auch wieder das übliche Programm durchzog. Der Kardiologe machte dann eine Ultraschalluntersuchung mit Farb-Doppler und stellte dann den MKP fest. Er sagte, daß sei nicht lebensbedrohlich und ich solle Sport machen. Außerdem würde er die Beschwerden eindeutig darauf zurückführen. Jetzt wußte ich wenigstens, daß ich mir das alles die ganzen Jahre nicht eingebildet habe. Zufällig stieß ich auf diese Internet-Seite und war erstmal baff. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß soviel hinter dem MKP steckt. Ich habe mir fest vorgenommen, mir alle Tips zu "Herzen" zu nehmen und zu versuchen, danach zu leben. Als ich die persönlichen Stories gelesen habe, war ich total gerührt. Aus allen habe ich meine wiedererkannt. Das hat mich auch sehr traurig gemacht. Ich verstehe einfach nicht, daß einem solche Infos als Patient nicht gesagt werden, denn das erklärt doch soviel. Schade, aber ein kleiner Trost ist, daß man mit diesem Problem doch nicht ganz allein ist. Steffie | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||