E-Mail an Stefanie
Persönliche Stories:   Stefanie
Hallo, ich bin Stefanie (31) aus Hamburg. Bereits im Alter von 14 Jahren wurde bei mir ein Verdacht auf MKP von einem Internisten diagnostiziert. Damals litt ich vor allem unter Schwindel mit Übelkeit und schweißkalten Händen. Da ich aber schon mit 14 Jahren bei meiner jetzigen Größe von 1,83m war, wurde es mit "Wachstumsbeschwerden" begründet. Die Beschwerden verschwanden irgendwann wieder von allein, da man in dem Alter auch noch nicht sehr kopfgesteuert ist.
Kurz nach meinem 30. Geburtstag letztes Jahr landete ich nach einer Arzt-Odyssee wieder in derselben Internistenpraxis, die den MKP vermutete. Meine Symptome zu diesem Zeitpunkt waren Herzrhythmusstörungen, Herzrasen und innere Unruhe. Das war auch eigentlich kein Wunder, da ich in dieser Zeit sowohl privat als auch beruflich unter enormem Druck stand. Eine Echo-Untersuchung im Frühjahr 2000 bei einem anderen Kardiologen hatte keinen Befund ergeben. Nach einer nächtlichen Panikattacke, die mich um 3h morgens aus dem Tiefschlaf ereilte, wurde ein zweites Echo gemacht und dieselbe Diagnose wie vor 16 Jahren gestellt. Zusätzlich zum MKP wurde eine geringe Mitralinsuffizienz festgestellt. Ich bekam sofort den Herzpaß und die üblichen Anweisungen. Erst dann wurde mir richtig bewußt, daß sich mein Leben ändern würde. Danach traten dann auch mehrfach Panikattacken mit Sauerstoffmangel auf, die ich aber immer wieder selbst in den Griff bekommen habe. Ich habe mich bislang nicht ins Krankenhaus eingeliefert, da ich davor mehr Angst habe. Für 6 Wochen nahm ich Beta-Blocker, die aber nicht angeschlagen haben. War auch kein Wunder, denn ich wollte sie auch nicht. Ich wehre mich nach wie vor dagegen, mich von Tabletten abhängig zu machen. Der entscheidende Weg findet meiner Meinung nach im Kopf statt (ein sehr gutes Buch hierzu ist "Kraftzentrale Unterbewußtsein" von E. Freitag) und daher lebe ich manchmal gut manchmal schlechter mit meinen Extrasystolen, Panikattacken und Ängsten - vor allem vor körperlicher Anstrengung, im Flugzeug, im Auto, in Menschenmassen, auf einsamen Inseln in Asien.
Geholfen haben mir neben Qi Gong, das ich seitdem praktiziere, auch verschiedene alternative Mittel wie Schüßlersalze (Kalium und Calcium phosphoricum), Vitamin B für die angespannten Nerven und 30 Minuten Walking jeden Tag. Neben meinem Kardiologen besuche ich regelmäßig eine Heilpraktikerin, mir helfen beide Betrachtungen. Letztes Jahr habe ich auch komplett meine Amalgamfüllungen Zahn für Zahn behutsam entfernen lassen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob MKPS das schlechteste ist, was mir passiert ist. Ich habe in diesen 1 1/2 Jahren sehr viel über mich selbst gelernt und neue Wege gefunden. Vor allem, was die alternative Medizin und die Selbstheilung angeht.

Stefanie