E-Mail an Kim
Persönliche Stories:   Kim
Hallo, mein Name ist Kim, ich bin 30 Jahre und komme aus Bremen. Bei meiner Einschulung wurde bei mir ein MKP festgestellt. Nicht weiter schlimm meinten die Ärzte. Ich mußte alle 2 Jahre einen Kardiolgen aufsuchen um den weiteren Verlauf festzustellen, da im Wachstum sich der MKP noch verändern kann. Bis zu meinem 18 Lebensjahr war ich auch so gut wie beschwerdefrei.
Dann kam die Nacht in einer Disco, wo ich meine erste Panikattacke hatte! Wir sind in die Klinik gefahren, wo ich dann 2 Wochen lang auf den Kopf gestellt wurde.Heraus kam jedoch nichts Neues, denn mein MKP war ja bereits bekannt. Empfohlen wurde mir jedoch ein Betablocker (Belok mite). Den ich von da an auch regelmäßig eingenommen habe. Somit ging mein Leben erst einmal weiter. Mit 26 Jahren verschlimmerten sich dann meine Symptome, mir war ständig schwindelig und ich war ständig nervös, kaum belastbar und hatte häufig Herzrasen sowie Panikattacken. Als nichts mehr ging und ich so große Ängste aufgebaut hatte, daß ich nicht mehr alleine sein konnte und die Wohnung nicht mehr verlassen wollte, hat mir mein Hausarzt dann das Medikament Seroxat/Antidepressiva verschrieben. Es war Wahnsinn, so ca. 3 Wochen später fühlte ich mich wie neu geboren. Meine Beschwerden waren weg. Ich habe wieder gearbeitet, den Haushalt geschmissen, mich um meinen Sohn gekümmert und sogar noch Fitness betrieben. Ich war gar nicht mehr zu bremsen, nach all den Einschränkungen wollte ich nur noch Leben und endlich raus. Leider hielt diese Phase nur ca. ein Jahr, dann wurden die Beschwerden wieder schlimmer, einfach so ohne jeglichen Grund. Mein Arzt meinte es wäre besser das Seroxat abzusetzen! Gesagt getan, allerdings in einer Klinik für Psychosomatik. Das war letztes Jahr im April. Seit dem geht gar nichts mehr. Ich hatte ziemlich schwere Absetzsymptome, worauf natürlich auch kein Arzt reagiert hat. Ich mußte die Klinik verlassen, weil es mir zu schlecht ging um an den dort erwarteten Angeboten teilzunehmen. Als ich dann zu Hause war, ging es drunter und drüber. Mein Hausarzt verschrieb mir Diazepam im August, was ich seit dem einnehme! Diazepam macht abhängig und es ist wahnsinnig schwer davon wieder los zukommen. Daher kann ich nur davor warnen und nur jedem raten, erst gar nicht damit anzufangen. Ich war seit dem in 8 verschiedenen Krankenhäusern, denn ich hatte starke gesundheitliche Beschwerden wie z.B.: Sehstörungen, Gangunsicherheit, Taubheitsgefühl in der rechten Körperhälfte, Eßstörung (10 kg abgenommen und hing am Tropf), ständige Unruhe, Herzstolpern und oft das Gefühl zu sterben. Zuletzt war ich im letzten Jahr im Dezember auf der Intensivstation, wo noch eine Magenspiegelung vorgenommen wurde. Diagnose: nervöser Magen, MKP und Mitralinsuffizienz= lt. Ärzte nicht weiter schlimm, damit müssen Sie leben!
Leben? Nein, das war kein Leben. Ich hatte ständig das Gefühl zu sterben. Dann habe ich es mit Hypnose probiert, war beim Heilpraktiker, habe Akupunktur ausprobiert und viel Geld bezahlt. Jedoch hat das alles nichts gebracht. Insgesamt habe ich auch 3 Jahre Therapieerfahrung. Doch da nie auf mein MKP eingegangen wurde, sondern ich immer nur gefragt wurde, was in meinem Leben so schrecklich wäre, daß mein Körper so überreagiert, habe ich langsam gedacht ich werde verrückt! Ja sogar an Selbstmord habe ich gedacht, so fertig war ich. Heute nehme ich wieder Seroxat ein. Ich bin zwar noch nicht sehr belastbar aber ich glaube zumindest nicht mehr den ganzen Tag ich müßte sterben. Ich kann auch wieder essen. Allerdings habe ich nach wie vor Herzprobleme und bekomme schlecht Luft. Als ich dann die Seiten von Alexander entdeckt habe, war ich völlig fertig. Ich habe nur noch geweint, denn da stand meine Geschichte und viele Gleichgesinnte, die ähnliches wie ich erleben. Ich war endlich nicht mehr allein und weiß nun, ich bin nicht verrückt. Ich habe MKPS!
Jetzt suche ich noch den richtigen Arzt, und hoffe in diesem Jahr in keine Klinik mehr zu müssen.

Kim