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Persönliche Stories:   Kai
Hallo,
mein Name ist Kai, ich bin männlich, 34 Jahre alt und wohne in Stade, das liegt im Norden bei Hamburg. Vor 3 Jahren wurde ich mit Herzrhythmusstörungen zu einem Kardiologen überwiesen. Dieser stellte bei mir einen "kleinen" Mitralklappenprolaps fest. Medikamente wären nicht nötig, leben Sie damit. Fröhlich verließ ich die Praxis, mit der Meinung das es nichts schlimmes ist. Was dann mit mir passierte ist ja nun fast schon Standard: Ich bekam über die Jahre immer schlimmere Rhythmusstörungen. Dadurch bauten sich Ängste auf, besonders bei Menschenmengen oder unangenehmen Terminen wurde es unerträglich. Im Beruf bekam ich Schwierigkeiten, wenn Messe- oder Vertreterbesuche anstanden und ich schon vorher zitterte, schwitzte und neben mir stand. Wenn es dann soweit war zogen Rhythmusstörungen und Panikattacken ihr unbarmherziges Programm voll durch und ich versuchte zu fliehen. Bloß weg. Dieser Gedanke beherrschte mich dann. Ein Gefühl von Schwindel und Bewußtseinsverlust gesellten sich munter dazu. Ich kippe nicht um, meine aber es ist jede Sekunde soweit. Ich meine die Luft bleibt weg. Tut sie aber nicht. Ich spüre jeden der ca. 120/pro Min. lustig hüpfenden, unregelmäßigen Herzschläge in der Brust. Wie ein Hammer auf dem Amboß. Brutal hart. Schlimm ist, ich kenne die Situationen mit der Zeit in denen es auftritt, so daß ich die Panik praktisch schon fest vorbestelle, es gibt dann keinen Ausweg und es muß so kommen. Medikamenten stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Betablocker oder Antidepressiva nehme ich nicht ein. Der Kardiologe meint, es steht nicht im Verhältnis zum Risiko der Nebenwirkungen. Dem schließe ich mich an. Ich nehme zur Zeit Baldrian & Johanniskraut, sowie einen konzentrierten Vitamin B Komplex, zur Stärkung der nervlichen Seite, alles Nebenwirkungsfrei und unbedenklich. Zur Zeit geht es mir sehr gut, ich bin nahezu Beschwerdefrei. Das sah vor 3 Wochen noch ganz anders aus. Wir wissen alle, es gibt gute Zeiten und schlechte Zeiten. Ich denke aber ich habe selbst zur Besserung meines Zustandes beigetragen durch: Konsequente Meidung von: Kaffee, Alkohol, scharfen Gewürzen, Fastfood. Nur geringe Mengen von: Zucker, Schokolade, Saures. Das schränkt den Speiseplan natürlich ein. Gut tut mir: mind.2 Liter Mineralwasser/täglich, 1/2 - 1 Stunde spazierengehen/täglich, gelegentlich schwimmen gehen, Johanniskraut, Baldrian. So versuche ich halt das Beste daraus zu machen und damit zu leben. Bis der Medizin neue Erkenntnisse kommen. Was ich mir nicht mehr gefallen lasse, ist mein Leben immer weiter einzuschränken, weil man meint es ginge nicht. Ich war in letzter Zeit mit meiner Familie auf Konzerten, im Zirkus, im Einkaufszentrum, halt überall wo viele Menschen herumlaufen. Für viele sicherlich unvorstellbar, aber es geht ! Mal gut, mal nicht so gut. Aber es ist hinterher ein tolles Gefühl es gemacht zu haben.
Für Fragen, Anregungen, Kritik, Tipps könnt Ihr mir auch mailen.

Kai