E-Mail an Juliane
Persönliche Stories:   Juliane
Ich heisse Juliane, bin 47 Jahre alt und wohne in Bremen. Meine Beschwerden begannen im Alter von 18 mit Kreislaufstörungen.Zwei Jahre später hatte ich im Kino meinen ersten und, weil er so überraschend kam, schlimmsten Panikanfall. Die halbe Nacht fuhr ich mit meinem Freund durch die Stadt auf der Suche nach einem Notarzt,weil ich glaubte sterben zu müssen.Dieses Erlebnis bedeutete einen grossen Einschnitt in meinem Leben,immer häufiger wurde ich überrascht von Kreislaufbeschwerden, in Veranstaltungen hatte ich Engegefühle und musste den Raum verlassen.Zu diesen Symptomen kamen merkwürdige Herzbeschwerden ,für die es medizinisch keine Ursache gab.Mein Arzt stellte vielmehr einen Zusammenhang zwischen einem möglichen unbewussten psychischen Konflikt und den körperlichen Zuständen und Angstanfällen her.Deshalb begann ich eine Therapie,die erste von bis heute vieren .Ausserdem machte ich eine systemische Familienaufstellung nach Hellinger.Bei allen diesen psychotherapeutischen Massnahmen immer auf der Suche nach einer neurotischen Ursache-hatte ich immer wieder das Gefühl, nicht richtig verstanden zu werden, am falschen Platz zu sein, bin ich doch eigentlich von meiner Grundstimmung her emotional ausgeglichen. Die Beschwerden tauchten so unabhängig von meiner jeweiligen Lebenssituation auf. In glücklichen Zeiten konnte ich genausogut Beschwerden haben, wie ich in weniger guten Phasen körperlich mich durchaus gut fühlen konnte. In den Therapiestunden wurde es dann jeweils passend gemacht.Natürlich haben sie im Sinne von Selbsterfahrung auch einen sehr positiven Wert, aber die Beschwerden beeinträchtigen mein Leben weiterhin - mal mehr, mal weniger- immer noch. Auch andere Behandlungen, wie Akupunktur, Homöopathie, Amalgamsanierung u.v.a. haben nichts gebracht, so dass ich es mir im Laufe der vielen Jahre so leidlich mit den immer wieder überraschend auftretenden körperlichen Beschwerden, mit der Angst vor der Angst und den Panikattacken eingerichtet habe. Dabei habe ich eine ganze Menge meiner eigentlichen Unbeschwertheit, meines Mutes, meiner Power eingebüsst. Vieles was ich gerne machen möchte geht nicht, bzw. mit Überwindung, (Innenstadt, Fliegen, im Kino etc. innen sitzen....), wobei ich eigentlich unternehmungslustig und gesellig bin. Bei Aufregung habe ich Herzrasen, ich bin schnell aufgeregt. Am belastendsten aber sind für mich oft stundenlange Zustände, währenddessen mein Herz sich anfühlt, als wäre es nicht richtig durchblutet, als pumpe es nur ganz schwach und dann fühle ich mich absolut krank, das beginnt aus heiterem Himmel, meistens schon frühmorgens (es interessiert mich sehr, ob jemand von euch auch solche Schwächegefühle, die aber nicht mit Schmerzen verbunden sind, kennt), bin dann nur mit Diazepam in der Lage zu arbeiten, weil dieser Zustand zu starkem Herzrasen führen kann. Obwohl ich Diazepam eigentlich ablehne, komme ich manchmal nicht ohne aus.Im übrigen helfe ich mir mit Kneipp-Anwendungen, sanftem Sport, Korodin, Dysto-loges, am Abend bringts` Rotwein (kl. Menge). An negativen Faktoren gibt es bei mir neben vielen, in den anderen Berichten gelesenen, einen Zusammenhang mit bestimmtem Schlafverhalten (Lage, Mittagsschlaf, Länge) und auch mit Wetterwechsel. Vor 6 Jahren stellte ein Kardiologe, den ich auf eigene Initiative aufsuchte, einen MKP fest, dies könne aber nicht der Grund für die Beschweden sein, hiess es. Als ich vor ein paar Tagen die Mitral-Seite entdeckte, war das für mich wie eine Offenbarung.Ich fühle mich regelrecht rehabilitiert, habe neuen Optimismus und bin motiviert durch die Tipps.Ich freue mich sehr auf den Austausch mit euch.

Juliane