E-Mail an Claudia
Persönliche Stories:   Claudia
Mein Name ist Claudia (29), ich wohne in der Nähe von Karlsruhe und habe einen Sohn der 2 Jahre alt ist. Vor ca. 3 Jahren fing bei mir alles an. Ich stand während der Pause vor der Uni an der ich studierte und bekam einen Kreislaufzusammenbruch. Mir wurde schwarz vor Augen und ich fühlte mich sehr schwach. Ich ging zu meinem Hausarzt, der jedoch nichts feststellen konnte. Da es mir weiter sehr schlecht ging, suchte ich sämtliche Ärzte auf die aber alle nichts feststellen konnten. Zu guter letzt kam ich für 2 Wochen ins Krankenhaus. Dort wurde ich als gesund entlassen. Während des Krankenhausaufenthaltes bekam ich die ersten Angstzustände und als ich wieder zuhause war kamen noch schwere Depressionen hinzu. Ich war nicht mehr im Stande das Haus alleine zu verlassen, geschweige den alleine zuhause zu bleiben. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Darauf hin bekam ich ein Antidepressiva (Stangyl) und ein Angstlösendes Mittel (Bespar). Nach und nach erholte ich mich wieder. Ich traute mich sogar ein paar mal alleine aus dem Haus. Dann wurde ich unerwartet Schwanger. Für mich stand fest dieses Kind zu behalten. Deshalb mußte ich von heute auf morgen die Medikamente absetzten. Die gesamte Schwangerschaft über ging es mir sehr schlecht. Ab dem 8. Monat der Schwangerschaft war ich deshalb gezwungen ein Antidepressiva (Amitryptilin) zu nehmen. Mein Zustand verbesserte sich dadurch ein wenig. Etwa 6 Wochen nach der Geburt meines Sohnes hatte ich mich gut erholt. Mir ging es dann 1 1/2 Jahre zwar nicht blendend, aber ich konnte ein einigermaßen normales Leben führen. Als mein Sohn 6 Monate alt wurde, bekam ich starke Herzschmerzen. Daraufhin ging ich zu einem Kardiologen, der bei mir einen Mitralklappenprolaps feststellte. Ich berichtete auch über die Angstzustände, die Depression, den Schwindel usw.. Was mich heute so ärgert ist, das der Kardiologe in keinster Weise ein MKP-Syndrom erwähnte. Er sagte ich sollte mir keine Sorgen machen, das wäre nichts schlimmes. So ertrug ich die Herzschmerzen, die immer mal wieder auftauchten. Im Dez. 2000 ging es mir wieder richtig gut, so das ich das Antidepressiva absetzte. Die Folge war ein starker Rückfall. Ich hatte nur noch Angst und konnte nichts mehr alleine machen. Ich war also Medikamentenabhängig, denn als ich es wieder nahm verbesserte sich mein Zustand wieder. Durch Zufall kam ich beim Surfen im Internet auf die Seite mitral.de. Ich war schockiert, denn nun hatte ich die organische Ursache für mein Leiden gefunden. 3 Jahre lang habe ich an mir selbst gezweifelt und bin fast an meiner Krankheit zerbrochen. Doch nun, da ich weiß das ich ein MKPS habe, habe ich neue Hoffnung. Ich habe die Ratschläge auf der Seite mitral.de befolgt. Ich habe das Rauchen drastisch reduziert, nehme hochdosierte Vitamine und Mineralien, nehme kein Koffein und wenig Zucker zu mir. Ich bin dadurch nicht gesund geworden, aber ich habe meine Lebensqualität etwas verbessern können. Ich möchte jedem Mut machen der am MKPS leidet, sich nicht aufzugeben.

Claudia